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Über Teakholz

Über Teakholz

Der Teakbaum (Tectona grandis) oder Teak ist ein Laubbaum aus der Familie der Lippenbüttler (Lamiaceae). Heimisch ist er in den laubwerfenden Monsunwäldern Süd- und Südostasiens. Der Teakbaum liefert ein sehr wertvolles Holz und zählt zu den wichtigsten Exporthölzern des asiatischen Raumes. Die Gattung Tectona wird seit einigen Jahren zur Familie der Lippenbütler gestellt, in vielen Büchern wird jedoch die älter Zugehörigkeit zu den Eisenkrautgewächsen angeführt.

Name

Der Name Tectona leitet sich über das portugiesische teca = Teakholz aus Malayalam tekka = Teakholz ab. Das Epitheton grandis ist das lateinische Wort für groß. Die deutsche Bezeichung Teak leitet sich über das Englische ebenfalls von Malayalam ab.

Verarbeitung

Der Teakbaum ist in Süd- und Südostasien heimisch. Das natürliche Areal zerfällt in zwei Teile, die durch die Ebene des Ganges-Brahmaputra-Deltas getrennt sind: Indien auf der einen Seite, Myamma, Nord-Theiland und ein Teil von Laos auf der anderen Seite. Im Osten ist der Mekong die natürliche Verbreitungsgrenze.

In Indien wächst Teak auf rund acht Millionen Hekta, die Hälfte im Bundesstaat Madhya Pradesh. Von Myammar sind keine Zahlen bekannt. In Thailand umfasst das natürliche Areal rund drei Millionen Hektar, während es in Laos nur rund 70.000 Hektar sind.

Außerhalb dieses natürlichen Areals wird der Teakbaum in ganz Südasien und im geamsten Tropenraum angepflanzt: In Malaysia wurde er zwischen dem 14. und 16. Jahundert auf Java eingeführt. Heute bedeckt Teak auf Java, Kangean und Muna rund 800.000 Hektar. Des weiteren wurde er zu Beginn des 20. Jahunderts in Afrika und Lateinamerika eingeführt. Die Aufforstungsflächen von Teak betragen in summe 1,1 Millionen Hektar.

Nutzung

Die Hauptnutzung des Teakbaumes betrifft sein Holz. Neben desn hohen, astfreien Stämmen machen seine besonderen Eigenschaften das Holz wertvoll. Es lässt sich gut verarbeiten und trocknet ohne Reißen und Werfen. Durch seine natürlichen Öle bleibt die Oberfläche auch ohne Nachbehandlung ansehnlich und wetterfest. Allerdings erschwert der Kautschukgehalt das Verleimen, und andere Inhaltsstoffe erschweren die Lackierung und künstliche Farbgebung, so dass für diese Zwecke spezille Leime und Lacke eingesetzt werden müssen. Statt Teakmöbel zu lackieren, werden sie häufig eingeölt, wozu Mischungen verschiedener Öle, darunter Leinöl, und Harze verwendet werden.

Das Holz ist sehr dauerhaft, was auf die oben angeführten Inhaltsstoffe zurückzuführen ist. Besonders das Kernholz ist gegen Pilze und Insekten (Termiten) sehr beständig. Zudem ist das Holz schwer entflammbar.

Aufgrund seiner Färbung wird Teakholz als Messerfunier oder Vollholz für Möbel, Vertäfelungen und als Parkett verwendet. Wichtig ist aber vor allem seine Verwendung im Boots- und Schiffbau. Ein Schiffsdeck aus Teakholz wird bei Nässe nicht rutschig. Auch für Wasser- und Hafenbauten findet es wegen seiner Beständigkeit Verwendung. Auch zum Drechseln und Schnitzen sowie für den Modellbau wird es wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit verwendet. Die werkzeuge werden allerdings schnell stumpf, weshalb die Verwendung von Hartmetall anzuraten ist.

Hauptexportländer sind Indonesien und Myammar.

Anbau

Der Teakbaum ist neben dem Mahagoni eines der wenigen tropischen Nuthölzer, die in Plantagen angebaut werden können. Die Art ist als Lichtbaumart sehr gut für Freiflächenaufforstung geeignet.

Die Vermehrung erfolgt generativ, d.h. über Samen. Die Aufforstung von Flächen erfolgt entweder über Direktsaat oder mittels Stummelpflanzen. Hierbei werden Keimlinge in Baumschulen angezogen. Mit 8 bis 10 Monaten, wenn der Wurzelhalsdurchmesser 1 bis 2,5 Zentimeter beträgt, werden die Jungpflanzen auf eine Wurzellänge von 10 bis 25 Zentimeter und eine Sprosslänge von zwei bis fünf Zentimeter gekürzt. Die Abstände zwischen den Bäumen liegen zwischen 1,8 x 1,8 bis 2 x 2,5 Metern.

Besonders auf Java wird Teak seit dem 19. Jahundert auch im Taungya-System angebaut, einer Variante der Agroforstwirtschaft. Nach Abholzung des Vorbestandes übergeben hier die Forstbehörden die Fläche den Bauern. Diese räumen die Flächen von Restbestockung und säen landwirtschaftliche Kulturen, besonders Trocken Reis und Mais. Zugleich wird Teak ausgesät.

Quellen


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